Ratgeber · Förderung für Einbruchschutz
Einbruchschutz-Förderung — was in Hannover zu beachten ist
Wer eine vorhandene Tür nachrüsten lässt, kann unter Umständen eine Förderung dafür erhalten. Entscheidend ist dabei vor allem die Reihenfolge: erst informieren, dann beantragen, und erst danach beauftragen. Wer die Montage vorzieht, hat die Möglichkeit in aller Regel verspielt.
Was an Ihrer Tür technisch sinnvoll ist, klären wir in einer kostenlosen, unverbindlichen telefonischen Beratung. Was die Arbeit kostet, wird dort festgelegt und vor Arbeitsbeginn abgesprochen.
Kurz gefasst
Informieren, beantragen, beauftragen — in genau dieser Reihenfolge
Der häufigste Fehler bei der Förderung von Einbruchschutz ist kein technischer, sondern ein zeitlicher: Die Bauteile sind längst montiert, die Rechnung ist bezahlt — und erst danach fällt jemandem ein, dass es für diese Nachrüstung womöglich eine Förderung gegeben hätte.
Förderprogramme für Einbruchschutz setzen üblicherweise voraus, dass der Antrag gestellt ist, bevor das Vorhaben beginnt. Als Beginn gilt dabei in der Regel schon die verbindliche Vergabe des Auftrags und nicht erst der Tag, an dem der erste Dübel in der Zarge sitzt. Ein bereits begonnenes Vorhaben nachträglich anzumelden, funktioniert gewöhnlich nicht. Deshalb steht die Reihenfolge auf dieser Seite ganz vorn und nicht im Kleingedruckten.
Der bekannteste Fördergeber für dieses Thema ist die KfW, die Förderbank des Bundes. Ob ein Programm zum Einbruchschutz gerade geöffnet ist, in welcher Form es läuft und welche Bedingungen dafür gelten, ändert sich allerdings von Förderperiode zu Förderperiode — verlässlich beantwortet das ausschließlich die Programmseite des Fördergebers selbst. Daneben lohnt die Frage nach Landes- und Kommunalprogrammen, bevor Sie sich auf eine einzige Quelle festlegen.
Was wir zu diesem Thema beitragen können, ist die andere Hälfte: die Beurteilung Ihrer Tür. Welches Bauteil dort überhaupt etwas bringt, ob der Rahmen es trägt, welche Maße passen müssen und was eine Nachrüstung an dieser Stelle technisch bedeutet. Den Antrag stellen Sie selbst; wir beraten, messen auf, montieren und stellen eine Rechnung, die jedes verbaute Teil einzeln benennt. Eine Förderzusage können und dürfen wir nicht ersetzen.
Der Ablauf
Fünf Schritte — und der eine, der nicht vertauscht werden darf
Diese Reihenfolge ist der eigentliche Inhalt des Themas. Welches Bauteil, welche Klasse, welcher Nachweis — all das lässt sich später klären. Der Antrag lässt sich nicht später klären.
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Informieren — an der Quelle
Lesen Sie die aktuellen Bedingungen direkt beim Fördergeber, nicht in einem Werbetext eines Anbieters. Herstellerneutral beraten außerdem die polizeilichen Beratungsstellen: Sie empfehlen Technik, aber keine Marke, und sie haben nichts zu verkaufen.
- 2
Antrag stellen — vor der Auftragsvergabe
Der Antrag gehört an den Anfang. Wer zuerst beauftragt und danach beantragt, hat die Förderung nach den üblichen Programmbedingungen verloren — auch dann, wenn das Bauteil selbst einwandfrei zur Maßnahme passt. Prüfen Sie im selben Zug, welche Unterlagen der Antrag verlangt.
- 3
Fachunternehmen beauftragen
Förderprogramme verlangen gewöhnlich die Ausführung durch ein Fachunternehmen; reine Eigenleistung wird häufig nicht berücksichtigt. Welche Anforderungen ein Programm genau stellt, steht in seinen Bedingungen — fragen Sie uns danach, bevor Sie beauftragen. Vor jeder Montage steht ohnehin das Aufmaß an Ihrer Tür.
- 4
Nachweis über die montierten Bauteile
Nachgewiesen wird nicht die Absicht, sondern das Bauteil. Eine Rechnung, die Panzerriegel, Sicherheitszylinder, Schutzbeschlag, Schließblech und Bandseitensicherung einzeln aufführt, ist im Nachweisverfahren mehr wert als eine Sammelzeile „Türsicherung”. Fotos vom Zustand vor und nach der Montage schaden nie.
- 5
Abwicklung und Fristen
Die Unterlagen reichen Sie beim Fördergeber ein; über die Zusage entscheidet allein er. Programme arbeiten mit Fristen zwischen Antrag, Ausführung und Nachweis — notieren Sie sich diese Fristen gleich bei der Antragstellung, nicht erst, wenn die Tür fertig ist.

Die Maßnahmen — als Bauteile, nicht als Beträge
Welche Bauteile gemeint sind, wenn von Nachrüstung die Rede ist
Was ein Programm im Einzelnen anerkennt, legt der Fördergeber fest und niemand sonst. Was diese Bauteile technisch leisten, können wir Ihnen dagegen genau sagen — das ist unsere Hälfte des Themas.
Panzerriegel und Querriegelschloss
Ein Riegel, der quer über die Türinnenseite läuft und in beide Rahmenseiten greift, verteilt die Hebelkraft über die gesamte Türbreite. Gegen das Aufhebeln einer Wohnungstür ist das die wirksamste einzelne Nachrüstung im Bestand.
Sicherheitszylinder mit Bohr- und Ziehschutz
Der Schließzylinder — der austauschbare Kern, in den der Schlüssel gesteckt wird — ist das kleinste und am meisten unterschätzte Bauteil. Bohrschutz und Ziehschutz sind Sicherheitsmerkmale und keine Selbstverständlichkeit. Die Not- und Gefahrenfunktion erlaubt zusätzlich das Schließen von außen, während innen ein Schlüssel steckt.
Schutzbeschlag und Sicherheitsschließblech
Der Schutzbeschlag deckt den Zylinder von außen ab, damit er nicht herausgezogen werden kann. Das Sicherheitsschließblech ist sein Gegenstück im Rahmen: Es hält den Riegel dort, wo im Altbau sonst nur ein dünnes Blech in gewachsenem Holz sitzt.
Bandseitensicherung — die vergessene Türhälfte
Gegenüber dem Schloss sitzen die Bänder, also die Scharniere. Hintergreifhaken auf dieser Seite sind ein kleines Bauteil und werden trotzdem regelmäßig übersehen. Eine Tür lässt sich auch an der Bandseite aushebeln — und dann hilft der beste Riegel auf der anderen Seite wenig.
Fenster, Balkon- und Kellerfenster
Pilzkopfverriegelungen, abschließbare Fenstergriffe und aufschraubbare Zusatzsicherungen zählen in vielen Katalogen ebenfalls zum Einbruchschutz. Erdgeschoss, Souterrain und die Fenster über einem Flachdach oder einem Schuppen sind die Stellen, an denen tatsächlich eingestiegen wird.
Nicht alles, was hilft, ist eine Nachrüstung
Eine Reparatur, die den vorherigen Zustand wiederherstellt, ist technisch keine Nachrüstung. Melde- und Videotechnik taucht in Förderkatalogen zwar auf, gehört aber nicht zu unserem Leistungsangebot — und wir tun auch nicht so. Ob eine konkrete Maßnahme anerkannt wird, entscheidet ausschließlich der Fördergeber.
Alle genannten Bauteile sind Nachrüstungen an einer vorhandenen Tür. Eine geprüfte Widerstandsklasse nach DIN EN 1627 — die RC-Klassen, für Wohnungen üblicherweise RC2, RC2N oder RC3 — bezieht sich dagegen immer auf das vollständige Bauteil aus Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag. Eine einzeln nachgerüstete Altbautür erbt keine Klasse, selbst wenn jedes montierte Teil für sich genommen gut ist. Und korrekt heißt es einbruchhemmend, nicht einbruchsicher: Gute Technik verzögert, sie garantiert nichts.

Was für Hannover typisch ist
Zwei Nachrüstwege: Gründerzeit-Blockrand und Nachkriegs-Geschosswohnbau
Hannover hat nicht eine Türsorte, sondern im Wesentlichen zwei. Sie führen zu zwei sehr verschiedenen Nachrüstwegen — und wer das vor dem Antrag sortiert, beantragt am Ende das Richtige.
Der erste Weg beginnt im geschlossenen gründerzeitlichen Blockrand, wie er in der List, in Linden, in der Südstadt und rund um den Engelbosteler Damm in der Nordstadt steht. Hier sind die Türblätter aus Holz, die Zargen ebenfalls, die Beschläge oft alte Langschilder, und im Rahmen sitzt nicht selten nur ein dünnes Blech. Nachgerüstet wird deshalb Bauteil für Bauteil: verstärktes Schließblech, Schutzbeschlag, Sicherheitszylinder, Panzerriegel, Bandseitensicherung. Entscheidend sind dabei die Maße — beim Zylinder die Länge ab der Stulpschraube nach beiden Seiten, beim Einsteckschloss zusätzlich das Dornmaß, also der Abstand von der schmalen Türkante bis zur Mitte des Schlüssellochs. Ein Bauteil, das nicht passt, wird auch nicht montiert und folglich auch nicht nachgewiesen.
Der zweite Weg beginnt im Nachkriegs-Geschosswohnbau. Hannover wurde im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört und unter Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht großflächig wieder aufgebaut; später kamen die Hochhäuser in Mühlenberg und in Vahrenheide-Ost hinzu, dazu Großstrukturen wie das Ihme-Zentrum in Linden-Mitte. Dort steht eine Tür fast nie allein. Der Hauseingang gehört zum Gemeinschaftseigentum, die Wohnungstür nicht; der Hausschlüssel gehört häufig zu einer Zentralschließanlage, in der ein einzelner Schlüssel Hauseingang, Keller und Nebentüren gleich mit öffnet. Wer hier nachrüsten will, klärt zuerst die Zuständigkeit und erst danach das Bauteil.
Damit steht die Frage im Raum, die auf einer Förderseite am häufigsten übersehen wird: Wer darf überhaupt beantragen? Hannover ist eine Mieterstadt; in den dichten Innenstadtbezirken wohnt ein sehr hoher Anteil der Haushalte zur Miete. Über jede dauerhafte Veränderung am Bauteil entscheidet die Eigentümerseite — bei einer Eigentumswohnung die Gemeinschaft, im Mietshaus die Vermieterin oder die Hausverwaltung. Für die alte Bausubstanz im gewachsenen Dorfkern am Kapellenbrink in Kleefeld gilt das genauso wie für die Laubentüren der großen Kleingartenkolonien in der Leineaue: erst die Zuständigkeit, dann das Bauteil, dann der Antrag.
Gründerzeit: der Rahmen entscheidet
Im Altbau trägt der Rahmen die Last, nicht das Schloss. Ein verstärktes Schließblech und eine Bandseitensicherung bringen dort oft mehr als ein höherwertiges Schließsystem allein.
Geschosswohnbau: die Anlage entscheidet
Gehört der Schlüssel zu einer Zentralschließanlage, ist jede Änderung am Zylinder eine Frage für den Schließplan und die Verwaltung — nicht für eine einzelne Wohnungstür.
Nebenzugänge zuerst prüfen
Keller-, Neben- und Hoftüren sind in beiden Bautypen die schwächste Stelle. Eine gesicherte Wohnungstür über einem offenen Kellerabgang bleibt eine halbe Maßnahme.
Wenn Ihnen dabei Begriffe begegnen, die Sie so noch nie gebraucht haben — Falle, Riegel, Schließbart, Dornmaß, Gleichschließung —, können Sie die richtigen Begriffe nachschlagen. Am Telefon hilft das mehr, als man denkt: Wer sagt, dass der Zylinder durchdreht, bekommt eine deutlich präzisere Auskunft als wer sagt, das Schloss sei kaputt.
Der Rahmen: Wer entscheidet über die Förderung
Was wir zusagen können — und was nicht
Die Förderzusage erteilt der Fördergeber. Wir beurteilen die Tür.
Diese Seite erklärt eine Reihenfolge. Sie ist keine Förderberatung und kein Rechtsberatungsersatz. Programme werden geöffnet, geändert und geschlossen; was in einer Förderperiode gilt, kann in der nächsten anders aussehen. Verbindlich ist deshalb immer nur die aktuelle Programmseite des Fördergebers — bitte prüfen Sie sie, bevor Sie sich auf eine Maßnahme festlegen.
- Den Antrag stellen Sie selbst, vor der Auftragsvergabe. Wir übernehmen ihn nicht und können ihn auch nicht beschleunigen.
- Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn eine Maßnahme an Ihrer Tür wenig bringt — auch dann, wenn sie in einem Förderkatalog steht.
- Was wir liefern, ist die Beurteilung der Tür, das Aufmaß, die Montage und eine Rechnung, die jedes montierte Bauteil einzeln benennt.
- Ob ein ausführender Betrieb die Anforderungen eines bestimmten Programms erfüllt, klären Sie am besten vor dem Antrag. Fragen Sie uns im Gespräch danach.
Drei weitere Beiträge behandeln unseriöse Anbieter am Telefon, den Schlüsselverlust und die RC-Klassen nach DIN EN 1627: Hier geht es zum Ratgeber-Bereich.
Von der Förderfrage zur Leistung
Zwei Wege zur selben Tür: die geplante Nachrüstung und der ungeplante Schaden
Eine Förderung betrifft immer die geplante Maßnahme. Wenn dagegen bereits eingebrochen wurde, gilt eine andere Reihenfolge — und eine andere Frage danach, wer den Schaden trägt.

Geplante Nachrüstung an Haus-, Wohnungs- und Nebentür
Das ist der Fall, für den eine Förderung überhaupt in Frage kommt: Die Tür steht, sie funktioniert, und sie soll dem ersten Hebelversuch länger standhalten. Wir nehmen Aufmaß, sagen Ihnen, welches Bauteil an dieser Tür wirklich etwas bringt, und montieren es. Panzerriegel und Schutzbeschlag gehören dabei ebenso dazu wie das verstärkte Schließblech, der Sicherheitszylinder und die Bandseitensicherung an der Kellertür. Und weil die Reihenfolge zählt: erst der Antrag, dann die Vergabe, dann die Montage.
Zur Türsicherung →

Nach einem Einbruch: erst wieder verschließbar, dann instand gesetzt
Hier ist nichts planbar. Vor jeder Reparatur stehen die Anzeige bei der Polizei unter 110 und die Spurensicherung; erst danach wird die Tür wieder verschließbar gemacht und instand gesetzt. Die Hausratversicherung übernimmt nach einem Einbruchdiebstahl in der Regel auch Reparaturen an beschädigten Türen — Voraussetzung sind Anzeige, Dokumentation und eine Rechnung, die den Schaden benennt. Wie wir einen Einbruchschaden an der Tür reparieren, steht auf der Leistungsseite. Eine Instandsetzung stellt allerdings den alten Zustand wieder her und ist damit für sich genommen keine Nachrüstung.
Zur Reparatur →
Beides an derselben Tür ist möglich und oft sinnvoll: Wer nach einem Einbruch ohnehin instand setzen lässt, kann die Gelegenheit für eine echte Aufwertung nutzen, statt nur den alten Zustand wiederherzustellen. Ob dieser zusätzliche Teil dann noch förderfähig ist, hängt an der Reihenfolge und an den Bedingungen des Programms. Auch hier gilt: erst fragen, dann beauftragen.
Kostenlose Beratung
Bevor Sie beantragen: Klären wir, welches Bauteil Ihre Tür überhaupt braucht
Ein Förderprogramm nützt nichts, wenn das beantragte Bauteil an Ihrer Tür wenig bewirkt. Deshalb steht am Anfang die Frage, wie diese Tür gebaut ist: Holzblatt in einer Altbauzarge oder Stahlzarge im Geschosswohnbau, einzelner Zylinder oder Teil einer Zentralschließanlage, eigene Wohnungstür oder gemeinschaftlicher Hauseingang. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich; aus ihm allein entsteht kein Auftrag.
0176 4287 6015Kostenlos und unverbindlich. Was die Arbeit an Ihrer Tür kostet, wird im Gespräch festgelegt und vor Arbeitsbeginn abgesprochen.
Schriftlich, wenn es nicht eilt: service@haustechnik-bernhardt.de
Auf dieser Website steht bewusst keine Zahl, auch keine ungefähre Spanne — weder für eine Nachrüstung noch für eine Öffnung. Wovon ein Preis tatsächlich abhängt, ist eine eigene Seite wert: Dort erklären wir in Faktoren statt in Ziffern, was eine Türöffnung in Hannover kostet — und warum die Absprache vor Arbeitsbeginn mehr wert ist als jede Zahl im Voraus. Wenn Sie wissen möchten, wer am anderen Ende der Leitung sitzt und wie Sie uns schriftlich erreichen: so erreichen Sie uns in Hannover.
Ein Anruf genügt
Sagen Sie uns, welche Tür gesichert werden soll — und wer über sie entscheidet
Wohnungstür im Gründerzeitbau, Hauseingang eines Aufgangs mit vielen Einheiten, Kellertür, Nebeneingang zum Hof oder Laubentür in der Leineaue: Aus dieser einen Angabe und der Frage nach der Zuständigkeit wird aus einer vagen Förderidee eine konkrete Maßnahme, die sich beantragen lässt. Der Antrag folgt danach — und vor der Auftragsvergabe.
Kostenlose, unverbindliche Beratung. Der Preis wird vor Arbeitsbeginn abgesprochen. Kein Formular, keine Warteschleife.